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SIEG beim Race across the Alps

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Das Race across the Alps wurde vor genau 21 Jahren erstmalig ausgetragen und damals hat ein kleiner Nachwuchsfahrer begeistert einen Artikel über dieses faszinierende Rennen gelesen. Darin wurde beschrieben, wie sich die besten Langstreckenradsportler der Welt über 12 Pässe und insgesamt 530 km mit 13500 Höhenmetern durch teilweise sehr schlechtes Wetter gekämpft haben. Der begeisterte Junge von damals ist mittlerweile selbst Ultraradsportler geworden und hat sich nach seiner ersten Teilnahme letztes Jahr, bei der er auf Anhieb Dritter geworden war, dieses Jahr erneut mit hohen Ambitionen an den Start in Nauders gestellt.

Unterstützt wurde Müller von einem dreiköpfigen Betreuerteam, dass den Fahrer während des Ritts durch Österreich, Italien und die Schweiz permanent mit dem Auto begleitet und ihn versorgt. Bereits am ersten Pass, dem berühmten Stilfser Joch, konnte sich Müller mit zwei Begleitern vom knapp 30 Fahrer großen Feld lösen. Nach der langen Abfahrt nach Bormio hinunter war aus dem Trio ein Duo geworden, das nun den Gavia Pass gemeinsam bewältigte. Auf der Passhöhe begann es stark zu regnen und die Temperatur fiel auf etwa 5 Grad, was die ohnehin gefährliche Abfahrt nach Edolo auf schmaler und schlechter Straße zu einer Tortour machte.

Bei anhaltendem Regen und Kälte ging es über die Skistation Aprica weiter auf den sehr steilen und gefürchteten Mortirolo, den vor wenigen Wochen erst die Profis beim Giro d´Italia befuhren. Anschließend führte die Strecke, mittlerweile bei Dunkelheit, wiederum nach Aprica und auf den elend langen Bernina Pass hinauf. Müller und sein Begleiter Pasqualini arbeiteten an der Spitze gut zusammen und hielten den Rest des Feldes auf Distanz. Auch die permanente Aufnahme von ausreichend Kohlenhydraten, die der Veloclub Fahrer nur in flüssiger Form zu sich nahm, funktionierte gut und die Müdigkeit hielt sich in Grenzen.

Etwa bei der Hälfte des Anstiegs zum Albulapass passierte dann etwas Unerwartetes, Pasqualini, der bisher einen sehr starken Eindruck gemacht hatte, konnte das Tempo von Müller nicht mehr mitgehen und musste abreißen lassen. Somit fuhr der Fahrer im Regensburger Trikot nun alleine an der Spitze des härtesten Eintagesradrennens der Welt und konnte seinen Vorsprung über Flüela- und Ofenpass halten. Groß war er jedoch nicht und somit musste Müller auch bei der zweiten Überfahrt des Stilfser Jochs weiter Druck aufs Pedal bringen und sehr konzentriert die Abfahrt nach Prad im dichten Verkehrsaufkommen in Angriff nehmen.

Als letzter Anstieg war nach etwa 21 Stunden Fahrzeit der Reschenpass zu bezwingen und auch diesen kämpfte sich Müller an der Spitze liegend nach oben und fuhr, mittlerweile von einem Kamerateam begleitet, als erster nach Nauders ein. Die Zielankunft unter dem Jubel vieler Zuschauer war für das ganze Team, der Rennfahrer ist ohne seine Betreuer nichts, sehr emotional. Viele Jahre harten Trainings und Wochen der gezielten Vorbereitung von allen Teammitgliedern hatten sich ausgezahlt. Alleine schon unbeschadet und ohne größere Probleme durch ein solches Ultrarennen zu kommen ist eine großartige Leistung, der Sieg die Veredelung dieser Kraftanstrengung.

Die nächsten beiden Rennen Müllers sind das Ultracycling Dolomitica, wo er als Vorjahressieger an den Start geht, und der Arber Radmarathon am 31.07.22

Infos: www.raceacrossthealps.com

Ergebnis 21. Race across the Alps 2022

1. Robert Müller                              21:54:27
2. Frederic Pasqualini                     22:04:46
3. Tobias Heß                                   22:27:08


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