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Veloclub triumphiert in Polen

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Nachdem das Veloclub-Team nach dem letzten Erfolg in Polen mehrere Rennen in Bayern bestritt, ging es für die sechs Radfahrer am Dienstag letzter Woche erneut in den Osten. Es stand die Baltyk-Karkonosze Rundfahrt an. Die vom Weltradsportverband in den Rennkalender der Europa Tour aufgenommene Rundfahrt führt, wie der Name besagt, von der Ostsee ins polnisch-tschechische Riesengebirge. Nach einer kleinen Vorveranstaltung mit Teampräsentation noch am Anreisetag ging es am Mittwoch dann richtig los. Dort erwartete die Rennfahrer die selbe Etappe wie im letzten Jahr - 174km geradeaus Richtung Süden. Bei maritim hoher Luftfeuchtigkeit und leichtem Rückenwind ging es in Kolberg sehr schnell los und Severin Gießibl versuchte, in die Gruppe des Tages zu kommen. Nach der ersten halben Rennstunde mit 52km/h Schnitt löste sich eine Gruppe ohne VCR Beteiligung - nicht weiter schlimm. Die Jungs verrichteten ihre Arbeit und positionierten sich am Ende innerhalb der sogenannten Sprintzüge und präsentierten sich somit sehr gut. Auf den Zielrunden im Ort Trzcianka nach einem Stundenmittel von 47km kam es zum Sprint, bei dem Peter Förster, Yannick Mayer und Severin um Platz 40 reinrollten, `die Strapazen der langen Anreise waren heute ersichtlich`, so Förster. Die zweite Etappe führte über eine größere Runde mit wechselnden Wind- und Seitenwindverhältnissen bei insgesamt 124km auf eine Schlussrunde á 5km, die es 8 mal zu bewältigen gab. Allerdings bewies Peter Förster ein waches Auge, da er bereits 15km vor diesen Runden eine Gruppe mitbesetzte. Sie verteidigten ihren Vorsprung, im Feld stellte sich die Nachführarbeit ein und es lief erneut auf einen Sprint hinaus. Mit Yannick im Feld hatte man noch eine gute Karte, Dominic Böke und Severin Gießibl versuchten ihn vorne zu halten und am Ende abzuliefern. Letzterer musste nach einem Defekt nochmal wechseln und kam dann kurz vor Ziel wieder ins Feld, und war wieder an Yannicks Seite. Der erfahrene 28-jährige Augsburger lotste seinen jungen Anfahrer durch das Feld und auch Dominic machte seinen Job gut. Weiterhin befand sich die Spitzengruppe mit Peter vor dem Feld, weswegen die Regensburger garnicht so aktiv hätten sein müssen. 1,5km vor Ziel verloren sich leider Severin und Yannick, da der Kapitän leider eingebaut war. Der 19-jährige Pentlinger positionierte sich hervorragend im Feld und es kam zum Sprint des Hauptfeldes, das knapp hinter der Gruppe ins Ziel raste. „Ich habe Peter noch vorne gesehen und war happy, dass wir uns gut platzieren werden, hab dann selber noch angetreten und bin mit 68km/h ins Ziel gerollt.“, so Gießibl über seinen 14. Platz und den 2. Platz von Förster.  Nach dem starken Aufwärtstrend der ersten beiden Tage, stellte sich heraus, dass Förster nach seiner Flucht nun eine aussichtsreiche Platzierung in der Zwischensprintwertung hatte, welche es gleich am Anfang der dritten Etappe zu festigen galt. Erneut wurden am Freitag Startrunden im Kriteriumsstil in Kozuchow ausgetragen; ‚Ratisbona‘ fuhr sich ordentlich warm und stand ambitioniert am Start. Nach den beiden Punktesprints war Peter nun punktgleich mit dem zweiten - so weit, so gut. Nach weiteren 120km gab es erneut Punkte, Förster attackierte beherzt und schaffte es, einen Vorsprung in dieser Sonderwertung zu erreichen. Alle rollten ins Ziel und freuten sich über die Übernahme des Wertungstrikots durch Peter Förster. Am nächsten Tag galt es bei dem anstehenden Bergzeitfahren einfach durchzukommen, und bei teils bestechend bescheidenem Wetter nicht vom Boden weggespült zu werden. Das Team kam, jeder für sich, durch und jeder durfte somit am nächsten Tag starten. „An so einem Tag gilt es, die Kraftreserven zumindest zu erhalten um sie für die letzte Etappe zu verwenden, bei der es nur hoch und runter geht“, so Förster. Die selbsterklärte ‚Flachlandtruppe‘ befürchtete, am Sonntag bei der fünften und letzten Etappe mit 107km und 2100 Höhenmetern nicht mal anzukommen, womit sich die Anstrengungen der vorhergehenden Tage nicht ausgezahlt hätten. Erneut Startrunden mit Punktesprints, und dann war klar - Förster hat das Trikot und die Wertung konnte kein anderer mehr für sich beanspruchen. Jetzt galt es die Rundfahrt zu beenden. Die Mannschaft fuhr geschlossen in Nähe des blauen Trikots des Zwischensprintbesten, das auf den Schultern des 23-jährigen Erlangers währte, um ihm bei Defekt o.Ä. beiseite zu stehen. Mit nur knapp acht Minuten Rückstand kamen Peter Förster, Leon Frosch, Dominic Böke und Chris Kaspera ins Ziel - Yannick und Severin folgten zehn Minuten später. Jubel machte sich breit und Euphorie kroch aus allen Löchern, die Regensburger Equipe hatte es gemeinsam durch die Rundfahrt geschafft und nun sicher das Sprinttrikot/die Zwischensprintwertung gewonnen.  Überglücklich bilanzierte Peter: „Ich habe nie gedacht, so etwas zu erreichen, es erfüllt mich mit großem Stolz wieder im VCR Trikot (wie bereits 2015) zu fahren und dann einen solchen Erfolg einzufahren. Mein Dank gilt dem gesamten Team, aber nicht nur die Fahrer sondern auch sportlicher Leiter Paul Renger, Mechaniker Chris Standtke und Physiotherapeutin Patrizia Pawelek haben einen hervorragenden Job gemacht.“ VCR-Urgestein Paul Renger, der in noch jungen Jahren eine führende Rolle im Team und Verein übernahm sagte: „Wir hatten leider in der Vergangenheit mehrere Abgänge von Fahrern, die nun bei höherklassigen, semiprofessionellen Teams unterwegs sind. All das scheint uns aber nicht zu schaden - denn so freut es mich umso mehr, dass wir den Zeiten Boubal näher kommen, uns als Team langfristig stark positiv entwickeln und als reine Amateurmannschaft gegen angehende Berufssportler mit solchen erstklassigen Leistungen bestechen können. Desweiteren kann man sich nur bei der Firma Zweirad-Center Stadler für den Support und das hervorragende Material bedanken. Man muss jeden Tag auf Punkte sprinten und das Ziel erreichen, bis auf einen Platten stand uns nichts im Wege.“

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